Rechtsanwältin Dr. Veronika Frey

 

Wechselmodell

In einer neu veröffentlichten Entscheidung äußerte der BGH, dass das paritätische Wechselmodell (gleicher Betreuungsanteil beider Elternteile) auch gegen den Willen eines Elternteils vom Familiengericht angeordnet werden kann, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht (BGH XII ZB 601/15, Bechluss vom 1. Februar 2017).

Auch bei einem paritätischen Wechselmodell können noch Kindesunterhaltsansprüche bestehen, wenn ein Elternteil mehr verdient als der andere und er deshalb in höherem Umfang für den Barunterhalt des Kindes aufkommen muss. Die Berechnung dieses Unterhalts ist komplex.